St. Bonifatiuskirche
Bonifatiusstraße 3 | 44139 Dortmund

Die noch vorhandene Chronik der Bonifatiusgemeinde berichtet vom Erwerb eines Grundstücks für einen Kirchenneubau Anfang des 20 Jahrhunderts. Dieser sollte zur Entlastung der Probsteikirche als Mutterkirche der katholischen Dortmunder Kirchen am südlichen Stadtrand dienen. Der Mainzer Dombaumeister Prof. Ludwig Becker und sein Münsteraner Kollege Sunder-Plaßmann stellten bis Januar 1909 die Pläne für den neuen Kirchenbau fertig, der am 23. Oktober 1910 vom Paderborner Bischoff Karl-Josef Schulte konsekriert wurde. Die neue Kirche wurde dem benediktinischen Missionar, Bischof und Märtyrer Bonifatius geweiht. Man erbaute sie ganz im Sinne des Historismus in einem für die Bauaufgabe als angemessen betrachteten "geschichtlich entwickelten christlichen Baustil" (Eisenacher Regulativ), der Neoromanik.

Den Ersten Weltkrieg überstand das Gotteshaus unbeschadet. Nicht jedoch den Zweiten Weltkrieg: Zwei Bombenangriffe auf Dortmund am 23. Mai 1944 und 12. März 1945 zerstörten den alten Kirchbau und alle kirchlichen Gebäude bis auf wenige Reste völlig.

Vor dem Wiederaufbau fand die Enttrümmerungsaktion statt, die unzählige Ziegel- und Bruchsteine ergab, die alle für den Aufbau wieder verwendet wurden, wie es auch die Urkunde zur Grundsteinlegung 1953 bezeugt. Nach der Beseitigung erheblicher finanzieller Schwierigkeiten, ermöglicht durch Spenden der Gemeinde, konnten die Ausschachtungsarbeiten am 06. Juli 1953 begonnen werden. Die Grundsteinlegung fand am 13. September, das Richtfest schon am 17. November 1953 statt. Am 29. Mai 1954 erfolgte die feierliche Konsekration durch Erzbischof Lorenz Jaeger. Damit endete die lange Zeit der 2 Notkapellen, in denen zuletzt jahrelang jeden Sonn- und Feiertag 9 Messfeiern gehalten werden mussten.

Anfahrt

PKW
Von der B1 (Dortmunder Abschnitt der A40) erreichen Sie die Bonifatiuskirche, wenn Sie von der B1 auf die B54 (Ruhrallee) in Richtung Stadtmitte fahren. Danach fahren Sie an der ersten Ampelkreuzung rechts in die Markgrafenstrasse. Nachdem Sie drei Seitenstraßen passiert haben, biegen Sie dann rechts in die Burggrafenstrasse ab. Am Ende der Burggrafenstrasse stoßen sie auf eine T-Kreuzung und die Bonifatiuskirche liegt vor Ihnen.

Öffentliche Verkehrsmittel
Vom Hauptbahnhof oder der Station Kampstraße können Sie mit allen U-Stadtbahnlinien (U41 Richtung Hörde, U45 Richtung Westfalenhallen, U47 Richtung Aplerbeck und U49 Richtung Hacheney) bis zur Station Markgrafenstraße fahren (ca. 5 Minuten Fahrtzeit). Um den richtigen Ausgang zu finden, folgen Sie in der Station Markgrafenstraße der Beschilderung "Buslinie 453 Richtung Schüren". Nach Verlassen der Station biegen Sie nach ca. 20 Metern links in die Burggrafenstraße. Diese gehen Sie bis zum Ende und sind am Ziel.

Weitere Informationen

http://www.bonifatius-dortmund.de/
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