Montag 1. Juni 2009 (Pfingsten) | 19.00 Uhr | St. Reinoldikirche
Andreas Scholl zählt zu den weltweit erfolgreichsten deutschen Künstlern im Bereich der klassischen Musik. Seit eineinhalb Jahrzehnten gelingt es ihm, Publikum und Kritiker für die Reinheit und Ausdruckskraft seiner Stimme zu begeistern. So konnte man im britischen Magazin Fanfare lesen: „Scholls Stimme ist rein und hat einen wunderbaren Klang, sein Geschmack ist erlesen, seine Tonhöhe und Diktion sind makellos. Selbst unter den besten der vielen heutigen Countertenören findet man keinen Vergleich mit Andreas Scholl – man muss eher an die legendären Meister vergangener Tage denken.“
Diese Kompetenz ist das Resultat einer sorgfältigen Ausbildung und persönlichen Leidenschaft. Geboren im hessischen Städtchen Eltville, sammelte er bei den „Kiedricher Chorbuben“ erste Erfahrungen und studierte an der Schola Cantorum Basiliensis bei Richard Levitt und René Jacobs. Mit klarem Timbre, brillanter Artikulation und der Neugier für noch ungehörtes Repertoire machte er sich rasch einen Namen als Motor der Szene. Die Arbeit mit angesehenen Musikern und Ensembles wie dem Freiburger Barockorchester und der Akademie für Alte Musik Berlin, aber auch mit dem Australian Brandenburg Orchestra und der Accademia Bizantina ließen ein breites Spektrum an Repertoire entstehen, das von Duetten mit Laute über Besetzungen mit Gambe und Cembalo bis hin zu großen Ensembleeinspielungen reicht. Im Laufe seiner Karriere entstanden bis heute etwa fünfzig CD-Aufnahmen: Zweimal gewann er bis jetzt den Grammophone Award und zweimal den Echo-Klassik.
Im Sommer 2009 präsentiert der Künstler gemeinsam mit vier Spezialisten der Alten-Musik-Szene erstmals ein Programm mit Liedern des spätmittelalterlichen Sängers, Dichters und Komponisten Oswald von Wolkenstein (um 1377 bis 1445), der zugleich Diplomat in Diensten des deutschen Kaisers Sigmismund I. war.
Kathleen Dineen Stimme und Harfe
Margit Ueberlacker Dulce melos
Marc Lewon Laute
Crawford Young Laute